Komplette Automatisierungslösungen für Sonderfahrzeuge

MOBIL ELEKTRONIK liefert komplette Automatisierungslösungen für alle Branchen des Sonderfahrzeugbaus wie z.B. Hafenfahrzeuge, Flughafenfahrzeuge/Ground Support Equipment, Schwerlastfahrzeuge, Flurförderzeuge/Materialhandling oder auch mobile Ladekrane/Arbeitsplattformen.

Die Projektierung und Realisierung erfolgt unter Beachtung der Maschinenrichtlinie sowie geltender branchenspezifischer Normen und Sicherheitsstandards. Das umfangreiche Produktprogramm beinhaltet unter anderem:

  • Elektronisch-hydraulische Lenksysteme (Steer-by-Wire)
  • Arbeitshydraulik-Funktionen (Control-by-Wire)
  • Elektronisch-hydraulische Bremse (Brake-by-Wire)
  • Fahrantriebssteuerung (Drive-by-Wire)
  • Lastmomentbegrenzung/ Kransteuerungen
  • Induktive und optische Spurführung/ AGV
  • Zentrale Fahrzeugdiagnose/ Ferndiagnose/ Datenlogger

 

Zulassungsfähige Steer-by-Wire Systeme

Wegweisend im Bereich X-by-Wire sind unsere zweikreisigen, fail-operational arbeitenden Steer-by-Wire Systeme. Zugelassen für den Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr markieren sie den nächsten Meilenstein in der Entwicklung von Steer-by-Wire Systemen.

 

Fail-operational arbeitendes Steer-by-Wire System für Safeaero De-Icer

Mit einem durchgängig redundanten Systemaufbau wurde im De-Icer ein fail-operational arbeitendes Lenksystem realisiert. Im Falle eines zufälligen Systemfehlers wie z.B. Kabelbruch, Kurzschluß, Ausfall einer Energiequelle oder Systemkomponente etc. wird die Lenkfunktion durch einen zweiten Kreis aufrecht erhalten. Dies erhöht die Verfügbarkeit und Sicherheit in großem Maße und trägt den gewachsenen Anforderungen auf dem Vorfeld Rechnung.

Der Lenksollwertgeber ist mechanisch / hydraulisch vollständig vom Fahrgestell entkoppelt und das Fahrzeug wird von der Mastkabine aus komplett elektronisch gesteuert. Das System zeichnet sich durch ein realistisches Lenkgefühl aus, welches durch Simulation einer variablen Lenkkraft und einem mechanischen Endanschlag erreicht wird.

Hinterachs-Lenksystem im Flugzeugschlepper

Bislang wurde die Lenkung der Hinterachse eines Flugzeugschleppers an den Orbitrolkreis der Vorderachse gekoppelt. Bei derartigen Systemen führen die hohen Lenkkräfte in Verbindung mit Leckage zu einem allmählichen Lenkfehler der Hinterachse. Zudem bedingt der Wechsel von Lenkprogrammen, z.B. von Allrad in Diagonallenkung stets das vorherige Anfahren der Mittenposition um eine Synchronisierung der Achsen  zu bewerkstelligen.

Das elektronisch-hydraulische System im TUG GT110 arbeitet mit einem Sicherheits-Winkelgeber auf der Vorderachse. Im Sicherheits-Lenkcomputer wird aus dem Lenkwinkel der Vorderachse, der Fahrzeuggeometrie und der Geschwindigkeit ein Sollwert für den Lenkwinkel der Hinterachse errechnet. Mittels eines Proportionalventils erfolgt die Lenkbewegung der Hinterachse, wodurch diese völlig kräftefrei von der Vorderachse entkoppelt ist und aufgrund des geschlossenen Regelkreises stets synchron entsprechend der geforderten Geometrie lenkt. Die Achslast spielt hierbei keine Rolle und ist letztlich nur eine Frage des Nennvolumenstroms des Ventils.

Ein Wechsel verschiedener Lenkprogramme kann aus beliebiger Stellung der Achsen erfolgen. Ebenso ist es möglich, bei Fahrzeugen mit zwei Fahrerständen je nach Fahrtrichtung und aktivem Fahrerstand die jeweils zugeordnete orbitrolgelenkte Vorderachse und die elektronisch-hydraulisch gelenkte Hinterachse zu bestimmen und Fehlbedienungen zu vermeiden.